FAQs
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Über die App
Was ist die EHS-App?
EHS ist eine App für psychische Gesundheit, die für Erwachsene mit PTBS entwickelt wurde (mehr zu PTBS in FAQ Nr. 23). Die App soll akute PTBS-Symptome lindern, die Bereitschaft fördern, sich Hilfe zu suchen, Stigmatisierung abbauen, das Bewusstsein für psychische Gesundheit stärken und einen Gemeinschaftsraum bieten, in dem Menschen die Geschichten anderer hören und ihre eigenen teilen können.
Wie funktioniert die EHS-App?
Nachdem Sie ein Konto erstellt haben, können Sie die App anonym nutzen. Jede Person wird nach Geschlecht und Sprache einer Gruppe mit anderen Nutzenden zugeordnet. Anschließend werden die Nutzenden durch sorgfältig zusammengestellte wöchentliche Module geführt, in denen sie ihre Geschichte erzählen, den Geschichten anderer in einer ähnlichen Lage zuhören und wichtige Fähigkeiten im Umgang mit Belastungen erlernen.
Was macht die EHS-App anders?
Durch das Erzählen von Geschichten können Menschen ihre Erfahrungen mit anderen teilen, die vielleicht Ähnliches erlebt haben. In der psychischen Gesundheitsversorgung kann das besonders helfen, Isolation und Stigmatisierung zu verringern, weil Menschen sehen, dass sie mit ihren Schwierigkeiten nicht allein sind. EHS hat diesen traditionellen therapeutischen Ansatz auf eine digitale Plattform übertragen, auf der Nutzende ihre Geschichten per Videoaufnahme teilen und die Geschichten anderer anhören.
Wie kann ich sicher sein, dass die App wirkt?
Leider können wir nicht garantieren, dass die App allen hilft. Die Kraft des Erzählens kann jedoch über einzelne Therapiesitzungen hinausreichen. Den Geschichten anderer zuzuhören kann sehr heilsam sein und Mitgefühl sowie Verbundenheit mit Menschen in einer ähnlichen Lage fördern. Aktives Zuhören schafft einen Raum, in dem sich Menschen gehört und verstanden fühlen, und stärkt ihr Selbstwertgefühl.
Kann ich die EHS-App anonym nutzen?
Ja. Sie können anonym bleiben, indem Sie Ihr Video unkenntlich machen und/oder unsere Funktion zur Stimmverfremdung nutzen.
Wie werden meine Privatsphäre und meine Sicherheit geschützt?
Die Privatsphäre aller Nutzenden hat für EHS höchste Priorität. Neben der Einhaltung strenger EU-Vorschriften zu Daten und Datenschutz bieten wir allen Nutzenden die Möglichkeit, bei der Aufnahme ihrer Videos anonym zu bleiben. EHS erhebt keine sensiblen Daten außer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, Geschlecht, Herkunftsland und bevorzugter Sprache – Angaben, die alle nötig sind, um jeder Person eine passende Umgebung zu bieten.
Wie kann ich die App herunterladen?
Die EHS-App ist derzeit nur über Partnerorganisationen erhältlich. Wenn Sie eine Organisation vertreten, die mit vulnerablen Bevölkerungsgruppen arbeitet, kontaktieren Sie uns gerne für weitere Informationen.
Wie lange habe ich Zugang zur App?
Das aktuelle Programm der App ist auf 8 Wochen ausgelegt. In dieser Zeit haben Sie vollen Zugriff auf alle Funktionen. Nach Abschluss des Programms können Sie weiterhin bestimmte Funktionen nutzen, darunter die Aktivitäten und Ihre Geschichten.
Ist die Nutzung der App kostenlos?
Die App wird über Partnerorganisationen verteilt und ist derzeit nicht öffentlich zugänglich. Die Organisation, mit der Sie verbunden sind, stellt Ihnen die App kostenlos zur Verfügung.
In welchen Sprachen ist die App verfügbar?
Die App ist derzeit auf Englisch, Arabisch, Deutsch, Russisch und Ukrainisch verfügbar.
Wer kann meine Videos sehen?
Nur die Mitglieder Ihrer Gruppe und das EHS-Admin-Team können Ihre Videos sehen.
Wie kann ich die App deaktivieren?
Wenn Sie Android nutzen: Öffnen Sie die Einstellungen auf Ihrem Android-Gerät → Tippen Sie auf „Apps“ oder „Anwendungen“ (die genaue Bezeichnung kann je nach Gerät abweichen) → Suchen Sie die App in der Liste der installierten Apps und tippen Sie darauf → Auf der Infoseite der App sehen Sie die Schaltfläche „Deaktivieren“. Tippen Sie darauf. Wenn Sie iOS nutzen: Halten Sie das App-Symbol auf dem Home-Bildschirm gedrückt → Tippen Sie auf „App entfernen“ → Wählen Sie „App löschen“, um sie vollständig von Ihrem Gerät zu entfernen.
Wie lösche ich meine Videos oder Daten?
Sie können das EHS-Admin-Team bitten, Ihre hochgeladenen Videos und Daten zu löschen. Schreiben Sie dazu an info@everyone-has-a-story.org.
Was ist, wenn ich mein Telefon mit jemandem teile?
Die EHS-App schützt Ihr Konto, und der Zugang wird mit niemandem geteilt. Bei jeder Anmeldung erhalten Sie einen eigenen Einmalcode (OTP), sodass nur Sie die App nutzen können.
Ich habe ein neues Telefon – was passiert mit meinen Daten?
Sie haben weiterhin Zugriff auf Ihre Daten. Die App ist nicht an ein bestimmtes Gerät gebunden, und Ihre Daten stehen Ihnen auch auf dem neuen Telefon zur Verfügung.
Wie werden meine persönlichen Daten geschützt?
EHS erhebt keine sensiblen Daten außer E-Mail-Adresse oder Telefonnummer, Geschlecht, Herkunftsland und bevorzugter Sprache – Angaben, die alle nötig sind, um jeder Person eine auf sie zugeschnittene Umgebung zu bieten.
Wie sorgt EHS dafür, dass auf meine psychische Gesundheit geachtet wird, während ich die App nutze?
Wir können nicht jede emotionale Reaktion vorhersehen oder verhindern, aber EHS unterstützt die Nutzenden auf ihrem gesamten Weg. In der App gibt es Ressourcen und eigens entwickelte Aktivitäten, die helfen, mit emotionaler Belastung umzugehen.
Werde ich das Trauma erneut durchleben, wenn ich meine Geschichte erzähle?
Ihre Geschichte und die Ereignisse zu teilen, die Sie an diesen Punkt gebracht haben, kann schwierige Gefühle wecken. Ihre Geschichte zu erzählen ist jedoch ein wichtiger Schritt auf Ihrem Weg der Heilung. EHS hat viele Aktivitäten entwickelt, die Ihnen helfen, mit schwierigen Gefühlen umzugehen. Wenn Sie sich unsicher fühlen oder es Ihnen nicht gut geht, besuchen Sie bitte die Seite „Aktivitäten“ in der App.
Können Nutzende Videoinhalte überspringen und trotzdem voll von der App profitieren?
Nein. Die EHS-App ist eine interaktive Plattform für digitales Storytelling (DST), die von Ihren Geschichten und denen der anderen in Ihrer Gruppe lebt. Es ist wichtig, den Modulen zu folgen, Ihre Geschichte zu erzählen und den Geschichten anderer zuzuhören. So profitieren alle in Ihrer Gruppe und in der EHS-Gemeinschaft.
Wie stellt EHS sicher, dass die Videos keine unangemessenen Inhalte enthalten?
Während wir dieses Projekt starten und unsere Bibliothek an Geschichten aufbauen, prüft ein eigenes Team aus Fachleuten für Prüfung und Supervision jedes einzelne Video vollständig, um angemessene Inhalte und Sprache sicherzustellen. Wenn die EHS-App wächst, werden wir KI-Technologie einsetzen, um den Inhalt jedes Videos in einem zweistufigen Verfahren zu prüfen. Daraus wird schließlich eine Prüfung durch KI mit anschließender Freigabe durch einen Menschen.
Was kann ich tun, wenn mich die Videos anderer, die ihre Geschichte erzählen, triggern?
Wenn Sie beim Ansehen der Videos anderer getriggert werden, können folgende Schritte helfen: Video anhalten: Machen Sie eine Pause, um durchzuatmen und Ihre Gefühle zu verarbeiten. Erdungstechniken anwenden: Nutzen Sie Erdungstechniken wie tiefes Atmen, die bewusste Wahrnehmung Ihrer Umgebung oder Gegenstände für die Sinne (etwa einen Stressball), um wieder stärker im Hier und Jetzt anzukommen. Unser Bereich „Aktivitäten“ leitet Sie durch diese Übungen. Unterstützung suchen: Sprechen Sie mit einer vertrauten Person aus Ihrem Freundeskreis oder Ihrer Familie darüber, wie es Ihnen geht, oder wenden Sie sich an eine Fachkraft für psychische Gesundheit. Gut für sich sorgen: Tun Sie etwas, bei dem Sie sich sicher und entspannt fühlen, zum Beispiel spazieren gehen, Musik hören oder Achtsamkeit üben. Es ist in Ordnung, Abstand zu nehmen: Wenn Sie es brauchen, können Sie jederzeit aufhören, die Videos anzusehen. Ihr Wohlbefinden hat Vorrang. Denken Sie daran: Ihre psychische Gesundheit und Ihr Wohlbefinden stehen an erster Stelle.
Gibt es eine Altersgrenze?
Die App steht Personen ab 18 Jahren zur Verfügung.
PTBS
Was ist PTBS?
Die meisten Menschen erleben im Laufe ihres Lebens ein traumatisches Ereignis. Manchmal sind die Folgen nur kurzfristig, doch bei vielen Menschen wirken solche Erfahrungen über Jahre nach und führen zu einer posttraumatischen Belastungsstörung, kurz PTBS. Ereignisse wie Naturkatastrophen, schwere Unfälle, Terroranschläge, Krieg oder Kampfeinsätze, Vergewaltigung oder sexuelle Übergriffe, historische Traumata, Gewalt in der Partnerschaft und Mobbing oder der Tod eines geliebten Menschen können eine PTBS auslösen.
Woran erkennt man PTBS-Symptome?
PTBS-Symptome lassen sich meist vier Bereichen zuordnen: a) sich aufdrängende Gedanken oder Bilder zum traumatischen Erlebnis, etwa Albträume und lebhafte Flashbacks, b) das Vermeiden von Erinnerungen an das Trauma, c) negative Gedanken oder Gefühle wie Angst und Wut und d) Übererregung, etwa Reizbarkeit und Schlafprobleme. Nicht alle Menschen haben diese Symptome im gleichen Ausmaß oder gleich stark, und jede Erfahrung ist einzigartig.
Was kann PTBS-Symptome auslösen?
Auslöser können Anblicke, Geräusche, Gerüche oder Gedanken sein, die Sie in irgendeiner Weise an das traumatische Ereignis erinnern. Manche Auslöser sind offensichtlich, etwa ein Nachrichtenbericht über einen Überfall, andere sind weniger klar.
Wie kann ich mich auf PTBS untersuchen lassen?
Eine Fachkraft für psychische Gesundheit mit Erfahrung in der Behandlung von Traumata, etwa aus der Psychiatrie, der Psychologie oder der klinischen Sozialarbeit, kann feststellen, ob die Symptome die Kriterien für eine PTBS erfüllen.
Kann man sich von einer PTBS erholen?
Ja, auf jeden Fall. Soziale Unterstützung, Mitgefühl und Rückhalt sind wichtige Schritte auf dem Weg der Genesung. Wenn Sie vermuten, dass jemand an PTBS leidet, ermutigen Sie die Person, sich an eine Fachkraft für psychische Gesundheit zu wenden. Diese stellt nach einer Untersuchung die Behandlungsmöglichkeiten vor.
Digitales Storytelling
Was ist digitales Storytelling?
Digitales Storytelling bei PTBS nutzt Technologie, um Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung dabei zu helfen, ihre traumatischen Erfahrungen strukturiert und therapeutisch zu teilen und zu verarbeiten. Der Ansatz verbindet persönliche Geschichten in Videoform zu einem interaktiven Erzählerlebnis.
Worin unterscheidet sich digitales Storytelling von herkömmlicher Therapie?
Beim digitalen Storytelling teilen Menschen ihre Erfahrungen und erzählen ihre Geschichten über eine digitale Plattform, was eine therapeutische Wirkung hat. So erreicht die Hilfe mehr Menschen, besonders dort, wo herkömmliche Therapie die steigende Nachfrage nicht decken kann.

Bringen Sie EHS zu den Menschen, für die Sie da sind
Die EHS-App ist über Partnerorganisationen verfügbar, für Nutzerinnen und Nutzer kostenlos. Sprechen Sie mit uns über Lizenzierung, Einführung oder die gemeinsame Gestaltung mit EHS.